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“Leider habe ich heute keine gute Nachricht für Sie.”

Sätze wie diesen oder in abgewandelter Form kennen wir doch alle. Zum allgemeinen Bewerbungsprozess gehört es eben dazu, als Bewerber auch mal eine Absage zu erhalten, beziehungsweise als Unternehmen Absagen zu verschicken. Eine Jobabsage ist für Bewerber meist eine sehr frustrierende Nachricht. Daher ist es umso wichtiger, wie Unternehmen diese Nachricht verpacken. Die Verhaltensnormen auf Unternehmensseite, bezüglich Bewerbungsabsagen, folgen jedoch

März 11, 2021
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SimpleJOB
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Sätze wie diesen oder in abgewandelter Form kennen wir doch alle. Zum allgemeinen Bewerbungsprozess gehört es eben dazu, als Bewerber auch mal eine Absage zu erhalten, beziehungsweise als Unternehmen Absagen zu verschicken. Eine Jobabsage ist für Bewerber meist eine sehr frustrierende Nachricht. Daher ist es umso wichtiger, wie Unternehmen diese Nachricht verpacken. Die Verhaltensnormen auf Unternehmensseite, bezüglich Bewerbungsabsagen, folgen jedoch in den letzten Jahren eher einem negativen Trend. So erhalten viele Bewerber, gar keine beziehungsweise sehr unpersönliche Absagen auf ihre Bewerbung. Bewerbungs- bzw. Einstellungsprozesse bedeuten für Unternehmen selbstverständlich einen hohen personellen und finanziellen Aufwand – dennoch lohnt es sich für ein Unternehmen Bewerbern, die nicht den Anforderungen entsprechen, eine höfliche und vor allem Zeitnahe Absage zukommen zu lassen. Aber wieso ist das so?

Ansehen und Emotionalität!

Für viele ist die Bewerbung bei einem Unternehmen eine sehr emotionale Angelegenheit. Gerade, wenn sie sich für ihren Traumjob bewerben und im Anschluss eine Absage erhalten, ist es wichtig, wie diese Absage erfolgt. Durch gar keine oder eine sehr plumpe Absage , kann durch die negativen Gefühle eine dauerhafte Aversion gegenüber dem Unternehmen entstehen. Der Bewerbungsprozess hat somit einen starken negativen Einfluss auf die Außenwahrnehmung des Unternehmens. Versuchen Sie also als Unternehmen dem Bewerber, trotz der Ausganglage, positiv in Erinnerung zu bleiben. Um das zu erreichen, haben wir Ihnen die fünf wichtigsten Aspekte einmal zusammengefasst:

  1. Reagieren Sie zeitnah auf Bewerbungen. Sie kennen es selber, wenn Sie an Kollegen, Geschäftspartner oder Kunden eine Email schreiben und nach Wochen immer noch keine Antwort erhalten haben. Das Gefühl von fehlender Wertschätzung ist ein aktiver Treiber von Frust. Wie wirkt ein Unternehmen, dass es nicht mal schafft auf eine Bewerbung zu antworten?

  2. Ein Danke hat noch niemandem geschadet. Für Bewerber bedeutet jede neue Stelle eine neue Chance, aber auch einen großen Aufwand. Immerhin dauert die Erstellung einer völlig neuen Bewerbung bis zu sieben Stunden. Ab dem Moment, wo Ihnen die Bewerbung übermittelt wird, ist es an Ihnen die Mühen des Bewerbers zu honorieren. Bedanken Sie sich für seine Mühen.

  3. Lügen haben kurze Beine. Versuchen Sie sich nicht mit den Standard Floskeln aus der Affäre zu ziehen. Erklären Sie dem Bewerber, wieso es nicht für die Anstellung gereicht hat. Bewerber neigen dazu sich bei einer Absage stärker selbst zu reflektieren. Geben Sie ihm einen Ansatz woran es liegt. 0815 Aussagen und Notlügen, erwecken Schnell den Eindruck, dass solch ein unehrlicher Umgang in Ihren Unternehmen Gang und Gebe ist.

  4. Nicht sehr geehrte Damen und Herren! Um auf den Schluss zu kommen, dass ein Bewerber nicht zum eigenen Unternehmen passt, müssen Sie mindestens einmal seinen Namen gelesen haben, egal ob im Lebenslauf, im Anschreiben, oder in der Email-Signatur. Fangen Sie die Absage also nicht mit “Sehr geehrte Damen und Herren an”. Diese absolut unpersönliche Ansprache drückt nur aus, dass Sie sich nicht vernünftig mit dem Kandidaten beschäftigt haben.

  5. Vielleicht nicht hier, aber da. Wenn ein Bewerber nicht auf die speziell zu besetzende Position passt, dann kann da grundsätzlich erstmal keiner was dran ändern. Doch können Sie vor dem Versand einer Absage zunächst noch prüfen, ob der Kandidat auf eine andere vakante Stelle passen könnte. Behalten Sie ihn für andere oder zukünftige potentielle Positionen auf dem Radar. Sie sind sowieso bereits in Kontakt mit dem Bewerber, Sie ersparen sich selbst somit Zeit und können dem Bewerber auch eine Absage ersparen.

Mit diesen Tipps schaffen Sie es den Bewerbern dauerhaft positiv im Gedächtnis zu bleiben und etablieren dabei eine neue Kultur der Wertschätzung zwischen Bewerbern und Unternehmen.