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Steigende Preise in der Logistik-Branche

Die Inflation war seit Beginn der Gesundheitskrise besonders heftig und trifft die Transportunternehmen ebenso hart wie viele andere Bereiche auch.

Februar 14, 2022
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Kosten des Straßenverkehrs: Inflation Umfeld soll sich 2022 fortsetzen

Der entscheidende Faktor für die Kostensteigerung in den Transportunternehmen wird die Entwicklung der Personalkosten sein, die einerseits von den paritätischen Verhandlungen über die Aufwertung der tariflichen Mindestsätze (Vergütung und Fahrtkostenzuschüsse für das Fahrpersonal) und andererseits von der Anspannung auf dem Markt abhängt.

Die Preise für Rohstoffe steigen seit einigen Monaten ebenfalls stark an und damit explodieren auch die Preise für Kraftstoffe, Ersatzteile, AdBlue und Reifen. Seit Beginn der Halbleiterkrise etwa werden die Lieferzeiten von Lkws immer länger.

Innerhalb eines Jahres sind auch die Probleme in der Lieferkette zu einem riesigen Thema geworden, das im Mittelpunkt aller Diskussionen steht. Was als isoliertes Logistikproblem begann, hat sich mittlerweile auf Millionen von Unternehmen und Verbrauchern ausgeweitet.

Steigende Rohstoffpreise und Fachkräftemangel

In Bezug auf die Position Fahrzeug scheint der Kontext zumindest turbulent zu sein. Die Fahrzeugproduktion ist von einer Inflation betroffen, die sich aus den steigenden Rohstoffpreisen und einem Ungleichgewicht zwischen dem Angebot an verfügbaren Fahrzeugen und der Nachfrage ergibt.

Die Neuwagenhersteller haben heute mit Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Halbleitern und anderen Komponenten aus Ländern zu kämpfen, die von der Gesundheitskrise betroffen sind.

Dies ist jedoch nicht das einzige Problem: Der Fachkräftemangel nimmt ebenso zu und wird durch die Gesamtsituation der Gesundheitskrise weiter wachsen. Es gibt nicht genügend Fernfahrer, um die Engpässe in den Lieferketten abzufangen!

Kraftstoff: Preise klettern weiter in schwindelerregende Höhen

Von November 2020 bis zum November 2021 stiegen die Dieselpreise von 1,06 Euro auf 1,58 Euro pro Liter, was einem Anstieg von etwa 49 Prozent entspricht. Der Preisanstieg für Kraftstoff wandert unaufhörlich nach oben und ein Ende ist nicht abzusehen. (Quelle Statista)

Da Kraftstoff eine der wichtigsten Kostenkomponenten ist, wirkt sich ein solcher Anstieg erheblich auf die Rentabilität aus.

Ein anderer wichtiger Posten, die Lohnsumme, wird aufgrund der automatischen Indexierung und des Ergebnisses der Sozial Verhandlungen ebenfalls bald steigen. Die Inflation wirkt sich auf den Index aus und ab 2022 könnte ein Anstieg der Lohnkosten die nächsten Probleme bringen.

Und das in Zeiten des Lehrermangels, was den gegenseitigen Wettbewerb und seine finanziellen Folgen weiter verstärkt.

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Einige Kosten müssen an den Kunden weitergegeben werden

Die Zahlen sind eindeutig: Die Kosten, mit denen der Verkehrssektor konfrontiert ist, steigen. Die wichtigste Schlussfolgerung: Wir haben einen Punkt erreicht, an dem diese Mehrkosten auch vom Kunden getragen werden müssen.

Von Benzin bis zu Kinderspielzeug, von neuen Autos bis zu elektronischen Geräten: Kein Sektor auf der ganzen Welt bleibt von Lieferproblemen und Preisanstiegen verschont. Bisher war die Logistikabteilung das große Versteck der Unternehmen, doch in den letzten Monaten hat sie einen festen Platz an den Tischen der Vorstandsetagen eingenommen.

Unterbrochene Lieferketten durch Rohstoffmangel und steigende Preise in der Logistik-Branche machen nun Schlagzeilen, während Verbraucher und Unternehmen sich langsam um die Beschaffung verschiedener Güter sorgen.

Ebenfalls kostenrelevant: Änderung der Mautbefreiung in Deutschland ab Oktober 2021

Ab dem 1. Oktober 2021 gilt die Befreiung der Lkw Maut nicht mehr für schwere Nutzfahrzeuge, die nach ihrer Auslieferung ab Werk umgebaut oder mit einem Erdgastank ausgestattet wurden.

Die Befreiung der Lkw Maut gilt weiterhin nur für Fahrzeuge, die ab Werk für den Betrieb mit

  • CNG (Compressed Natural Gas)
  • LNG (Liquefied Natural Gas) 
  • oder einem Motor mit Zweistoffbetrieb LNG/Diesel ausgerüstet sind.

Diese Fahrzeuge müssen der Schadstoffklasse Euro VI entsprechen und von ihrem Hersteller bereits vor der Erstzulassung als Neufahrzeug konfiguriert worden sein.

Für alle anderen Lkws wird der durchschnittliche Kilometertarif (TKM) für die Lkw Maut anhand der verursachten Kosten in Bezug auf Infrastruktur, Lärmbelästigung und Luftverschmutzung berechnet.

Auch hier heißt es für viele Transportunternehmen Mehrbelastungen durch zusätzliche Kosten.

Einzigartige Situation, die uns alle betrifft

Einzigartig ist nicht nur die Situation der steigenden Preise in der Logistik-Branche als solche, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der dies geschieht.

Es spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab, das macht die derzeitige Realität so besonders und schwierig.

  • Da sind die steigenden Kraftstoffpreise, auch wenn sie zum Teil durch den Diesel- und Treibstoffzuschlag ausgeglichen werden.
  • Aber es gibt auch die Personalkosten, die immer mehr in den Vordergrund rücken. 

Hier spielen zwei Elemente eine Rolle. Der Erste ist das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Das richtige Fachpersonal - und in erster Linie Fernfahrer - zu finden, ist keine leichte Aufgabe. Und wenn es Ihnen als Arbeitgeber gelingt, sie anzuziehen, müssen Sie gute Logistik Fachkräfte auch halten können. Dies ist natürlich mit Kosten verbunden. 

Da ist die anstehende Indexierung der Löhne, aber auch die Kosten für Versicherungen steigen. Der höhere Krankenstand in Zeiten des Coronavirus ist darüber hinaus ein weiterer Kostenfaktor, mit dem Arbeitgeber und Transportunternehmen konfrontiert sind. Die aktuelle Situation ist, wie sie ist, aber wir müssen es auch wagen, die Zukunft zu antizipieren.

Weiterhin in Nachhaltigkeit zu investieren, wird einen Preis haben, aber muss der Trend der Logistik für die Zukunft sein. Wir können nicht mehr so weitermachen wie bisher. Wir müssen alles auf den Tisch legen und langfristige Lösungen finden.

Lesen Sie mehr zu Logistik und Transport in unserem Simple JOB Blog.

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