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Die Auswirkungen der neuen Zollreglungen auf die Logistikbranche

Seit dem 1. Januar gibt es eine Zollgrenze zwischen der EU und Großbritannien. Dadurch wird der grenzüberschreitenden Personen-, Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr zwischen dem vereinigten Königreich und der Europäischen Union eingeschränkt und es sind viele neue Regelungen zu beachten. Für jede grenzüberschreitende Warenbewegung beim Import und ab 1.000 Euro Warenwert beim Export, muss nun eine Zollanmeldung abgegeben werden. Diese Ausfuhr-

Januar 20, 2021
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SimpleJOB
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Seit dem 1. Januar gibt es eine Zollgrenze zwischen der EU und Großbritannien. Dadurch wird der grenzüberschreitenden Personen-, Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr zwischen dem vereinigten Königreich und der Europäischen Union eingeschränkt und es sind viele neue Regelungen zu beachten.

Für jede grenzüberschreitende Warenbewegung beim Import und ab 1.000 Euro Warenwert beim Export, muss nun eine Zollanmeldung abgegeben werden. Diese Ausfuhr- und Einfuhranmeldung bedeuten administrativen Mehraufwand für Logistikunternehmen und die Zollverwaltung, wodurch LKWs längere Standzeiten haben und sich somit folglich Im- und Exporte verzögern.

Besonders für kleine Einzelhändler und Spediteure bringt dies viele Probleme mit sich und sie klagen über die zunehmende Bürokratie. Als Folge der Staus an den Außengrenzen und zurückgewiesenen LKWs brechen Lieferketten zusammen und viele Spediteure setzten vorerst ihre Lieferungen aus. Aber nicht nur kleine Einzelhändler sind betroffen, auch große Konzerne geraten ins Wanken und spüren ebenfalls die Auswirkungen der neuen Zollreglungen.

Neben dem zeitlichen Aufwand haben sich auch die Zollgebühren und die betreffenden Bedingungen geändert. Waren, die aus dem Vereinigten Königreich in die EU importiert werden, werden bei der Einfuhr mit Mehrwertsteuer belastet, Waren von europäischen Exporteuren werden nicht belastet. Damit Waren sich für eine zollfreie Behandlung qualifizieren, müssen die Unternehmen den Ursprung ihrer Exporte nachweisen. Wenn Waren durch das Vereinigte Königreich importiert und anschließend in die EU exportiert werden, fallen jedoch ebenfalls Zollgebühren an. Somit gibt es für Unternehmen nur die Möglichkeit die Zölle zu zahlen oder ihre Lieferketten so umzustrukturieren, dass britische Einrichtungen umgangen werden. Insbesondere für mittelständische und kleine Unternehmen ist dies eine enorme Herausforderung und nicht oftmals realisierbar, wodurch sie gezwungen sind die Zölle zu zahlen.