Abbiegeassistenzsysteme retten Leben!

Das Problem des Rechtsabbiegens

Wenn Lkw-Fahrer oder Bus-Fahrer rechts abbiegen, kommt es leider immer wieder zu tragischen und auch tödlichen Unfällen. Der Abbiegevorgang eines Lkws nach rechts ist komplex und die Verkehrssituation (toter Winkel) oft unübersichtlich, wodurch ungeschützte Verkehrsteilnehmer vom Lkw-Fahrer übersehen werden können.
Die absolute Anzahl der Unfälle, an Kreuzungen und Einmündungen durch rechtsabbiegende Lkws, ist zwar gering, jedoch sind die Folgen für Fußgänger oder Radfahrer schwerwiegend. Denn das Verletzungs- bzw. Todesrisiko dieser Verkehrsteilnehmer ist bei einer Kollision sehr groß, wobei der Geschädigte nach dem StVO (Straßenverkehrs-Ordnung) sogar oft im Recht ist.

Wie ein Abbiegeassistenzsystem funktioniert

Mithilfe eines Abbiegeassistenzsystems (ASS) kann das Risiko eines schweren Unfalls deutlich reduziert werden oder zumindest die Unfallfolgen mindern. Sind Fußgänger oder Radfahrer von einem abbiegenden Lkw- oder Busfahrer gefährdet, werden die Fahrer von dem Abbiegeassistenten gewarnt. Dies soll zudem auch entlastend für den Lkw-Fahrer wirken. Hierfür werden Kameras, Ultraschall, Radar- oder Infrarotsensoren im toten Winkel des Fahrzeugs angebracht. Wenn der Fahrer den rechten Blinker setzt oder langsamer als in der Voreinstellung des Abbiegeassistenzsystem fährt, wird der Abbiegeassistent aktiviert. Falls Hindernisse aufkreuzen, wird der Lkw-Fahrer dann optisch und akustisch gewarnt.

EU-weit verplichtender Einbau von ASS #IchHabDenAssi

Ab 2024 soll ein verpflichtender Einbau für neue Lkws und Busse gelten. Laut unseres Bundeverkehrsministers Scheuer ist dies jedoch viel zu spät, denn „zukünftig sollte kein Lkw mehr unterwegs sein, der nicht mit einem Abbiegeassistenten ausgerüstet ist” (Scheuer, 2021).
Um den Prozess der Einführung zu beschleunigen, setzt sich Scheuer daher schon mithilfe der „Aktion Abbiegeassistent” aktiv für den Einbau der Programme ein. Im Rahmen der vom BMVI (Bundeministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) ins Leben gerufene „Aktion Abbiegeassistent” verpflichten sich Unternehmen freiwillig, schon vor dem Einführungsdatum im Jahr 2024, ihren Fuhrpark mit ASS nachzurüsten oder Neufahrzeuge mit ASS anzuschaffen. Ziel ist es, auf nationaler Ebene alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Einführung von ASS zu beschleunigen. (BMVI, 2021)


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